Daten, Fakten, Argumente



Fotovoltaikmodul im Detail

Auf dieser Seite wollen wir interessante Informationen rund um Fotovoltaik und Erneuerbare Energien zur Verfügung stellen und gleichzeitig damit ein paar Vorurteile widerlegen.

Brief des Solar-Fördervereins Deutschland an die Minsterpräsidenten der Länder
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,
am 11. Mai wird der Bundesrat zur neuerlichen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) abstimmen.

Als Umweltschutzverein und Initiator der kostendeckenden Vergütung setzen wir uns seit Jahren mit unserem technischem Sachverstand dafür ein, die Energiewende konsequent zu Ende zu denken: bis zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien.

Wir sind entsetzt ?ber diese neue Novelle des EEG, soll sie doch mit aus unserer Sicht nicht stichhaltigen Begründungen den jährlichen Zuwachs der Photovoltaik drastisch auf weniger als ein Drittel bremsen.

Hier wird eine der letzten Chancen verspielt, dem Klimawandel durch Umstieg von fossilen Energien auf eine CO2-freie Technik wirksam entgegenzutreten.

Das Gutachten des Umwelt- und Verfassungsrechtlers Prof. Felix Ekardt sieht hier sogar verfassungsrechtliche Bedenken wegen Verletzung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit. (siehe http://www.sfv.de/artikel/menschenrechte_und_klimaschutz.htm)

Wir bitten Sie deshalb inständig, die Novelle demonstrativ und kompromisslos abzulehnen, um damit ein Zeichen zu setzen.

Für Rückfragen stehen wir selbstverständlich zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

Für den Vorstand des SFV
Alfons Schulte und Wolf von Fabeck

Offener Brief von Franz Alt an Philipp Rösler
(Januar 2012) Der ehemalige Report-Moderator, Publizist und "Umweltapostel" Franz Alt hat sich wegen der drastischen Kürzungen im Bereich der erneuerbaren Energien in einem offenen Brief an den Bundeswirtschaftsminister gewandt:

Lieber Philipp Rösler, die FDP war mal eine umweltfreundliche Partei, sogar die erste in Deutschland   noch bevor es die Grünen gab. Hans Dietrich Genscher und Gerhard Baum hatten als Innenminister engagiert die Umweltpolitik in Deutschland begründet und in ihrem Ministerium verankert.

Schon 1971 stand im heute noch lesenswerten Grundsatzprogramm der Liberalen:  Zu den unabdingbaren Menschenrechten gehört das Recht auf eine Umwelt in bestem Zustand Deshalb muss Umweltpolitik den gleichen Rang erhalten wie soziale Sicherung, Bildungspolitik und Landesverteidigung.

Dies war der umweltpolitische Imperativ der deutschen Liberalen vor 40 Jahren. Inzwischen sehen die Regierungen fast aller Industriestaaten und fast alle Parteien die Umweltproblematik als die Überlebensfrage der Menschheit an. Außer den deutschen Liberalen.

Sie, Philipp Rösler, versuchen gerade den Sprung rückwärts vor die Zeit des Freiburger FDP-Programms. Sie wollen in diesen Wochen das erfolgreiche deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen. Ein Gesetz, das weltweit von 47 Ländern übernommen wurde und das hierzulande in 12 Jahren den Anteil des Ökostroms verfünffacht und 400.000 neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen hat.

Eine einmalige Erfolgsgeschichte - auch ökonomisch!
Aber ausgerechnet der Wirtschaftsminister will sich im Kampf gegen den Umweltminister als Anti-Öko profilieren und dieses Gesetz zu Fall bringen oder zumindest so verwässern, dass die Existenz einer ganzen Zukunftsbranche gefährdet wäre.

Und wenn eine ganze Branche in Deutschland, die Technologie-Weltführer ist, vor die Hunde geht: Hauptsache der Wirtschaftsminister geht auf die Knie vor denen, die den Atomausstieg immer noch nicht verkraften können.

Doch, lieber Philipp Rösler, Sie haben nicht mal mit Ihrer eigenen Basis gerechnet. Ganze Ortsgruppen wie die FDP in Treuenbrietzen/Brandenburg lösen sich wegen Ihres derzeitigen Energiekurses auf, treten aus der FDP aus und Kreisverbände rebellieren. Die erneuerbaren Energien haben inzwischen in der gesamten Gesellschaft parteiübergreifend eine so hohe und positive Akzeptanz, dass Sie mit Ihrem derzeitigen Energiekurs nicht nur der versprochenen Energiewende schaden, sondern auch Ihrer eigenen Partei.

Herr Minister, so werden Sie keine WählerInnen zurückgewinnen! Die einzige Möglichkeit, bei WählerInnen und Anhängern wieder zu punkten, ist, dass sich der Wirtschaftsminister auf ökonomische Vernunft besinnt und ökologisch an das Freiburger Programm anknüpft.

Wirtschaftsliberalismus kam schon mal intelligenter daher als zurzeit. Ein grüner Wirtschaftsliberalismus könnte in einem ergrünten Deutschland durchaus Zukunft haben. Sonnige Grüße, Ihr Franz Alt

Zur Homepage von Franz Alt

Erneuerbare als Sündenbock
Pressemitteilung des Bundes der Energieverbraucher vom 12.11.2010

(12. November 2010) Ausgerechnet die zukunftsfähigen erneuerbaren Energien müssen derzeit als Sündenbock herhalten: Angeblich sind sie schuld an den jüngsten Strompreiserhöhungen. Entsprechend heftig werden die Erneuerbaren befehdet. Doch die Polemik gegen Erneuerbare ist in Wahrheit ein Ablenkungsmanöver, mit dem die Stromkonzerne von ihren überzogenen Preisen und Gewinnen ablenken.

- Tatsächlich steigt die Umlage für erneuerbare Energien ab 1. Januar 2011 um 1,5 Cent je Kilowattstunde von bisher 2,05 auf dann 3,53 Cent je Kilowattstunde. Diese Umlage müssen jedoch nicht die Stromkunden zahlen, sondern zunächst die Stromversorger. Es ist deshalb nicht wahr, dass sich die Haushaltsstrompreise automatisch um diesen Betrag erhöhen müssten.
- Die Stromeinkaufspreise der Stromfirmen haben sich, auch durch die Einspeisung von erneuerbarem Strom, in den vergangenen zwei Jahren deutlich verringert. Diese Einsparungen sind etwa so hoch wie die gestiegene EEG-Umlage. Von der Kostenseite her gibt es deshalb keine Rechtfertigung für eine Strompreiserhöhung http://tinyurl.com/stromkaufbilliger.
- Es ist unredlich, lediglich die Kostensteigerung des EEG an die Verbraucher weiterzureichen und die Kostensenkungen beim Stromeinkauf stillschweigend als Zusatzgewinn einzustreichen.
- Die Gewinne der drei größten Stromkonzerne sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen: von sechs Milliarden Euro jährlich im Jahr 2002 auf über 23 Milliarden jährlich im Jahr 2009 (http://tinyurl.com/gewinnexplosion).
- E.on Vorstand Dr. Johannes Teyssen sagte auf der Bilanzpressekonferenz am 10. November 2010 klar und öffentlich, dass sich die Strompreise für Haushaltskunden nicht an den Kosten, sondern am Wettbewerb orientieren.
- Die branchenweite Erhöhung der Strompreise um 1,5 Cent/kWh hat also den Charakter einer Preisabsprache unter den Stromanbietern. Die Begründung "gestiegene EEG-Umlage" ist lediglich ein Codewort, um die Öffentlichkeit in die Irre zu leiten und die erneuerbaren Energien zu diffamieren.
- Bereits in den vorangegangenen Jahren hatten die Stromversorger die Preise jeweils um gut einen Cent erhöht - ohne ausreichende Begründung.
- Die Preise wurden in den vergangenen Jahren hauptsächlich von den Grundversorgern erhöht.
- Der Bundesgerichtshof hat die Versorger in der Grundversorgung verpflichtet, alle Kostensenkungen unmittelbar an die Kunden weiterzugeben (BGH VIII ZR 138/07 Rn. 39, VIII ZR 81/08 Rn. 18). Die Preiserhöhungen stellen damit vermutlich einen Rechtsbruch dar
- Der rasche Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung vermindert den Stromabsatz aus konventionellen Kraftwerken und damit das Kerngeschäft der Stromkonzerne. Diese Konzerne haben also allen Grund, um ihre gewaltigen Gewinne zu zittern und die Öffentlichkeit gegen die Förderung erneuerbarer Stromerzeugung aufzubringen.
- Verbraucher müssen den Neubau von Kraftwerken stets über den Strompreis bezahlen. Die Einspeisevergütung nach dem EEG senkt die Erzeugungskosten der Erneuerbaren Energien mit großer Geschwindigkeit. Sie entspricht daher den Kosten für den Bau neuer Kraftwerke. Durch die Finanzierung über das EEG ist von vornherein entschieden, dass mit diesen Geldbeträgen nur die Erneuerbaren ausgebaut werden. Den Stromversorgern ist die Entscheidung darüber, welche Kraftwerke gebaut werden, aus der Hand genommen.
- Der Vorsitzende der Bundesnetzagentur, Mathias Kurth, warnte die Stromversorger davor, die gestiegene EEG-Umlage in voller Höhe auf die Strompreise der Verbraucher aufzuschlagen. Auch der Vorsitzende der Monopolkommission, Professor Justus Haukap äußerte sich in diesem Sinne.

Fazit: Für den Stromkunden erwecken die Strompreiserhöhungen den Eindruck, die Erneuerbaren würden den Strompreis im Jahr 2011 um zusätzliche 1,5 Cent/kWh verteuern. Dieses Argument hält einer kritischen Prüfung nicht stand. Wer dennoch so argumentiert, macht sich fehlender Sachkenntnis oder einer interessengeleiteten Argumentation verdächtig. Verbraucher wollen mit ihrem Geld den Ausbau Erneuerbarer finanzieren und sind auch bereit, dafür höhere Strompreise in Kauf zu nehmen. Versorger mißbrauchen diese Bereitschaft, um sich die Taschen zu füllen.

Es stellt sich also nicht die Frage, ob wir uns den Ausbau der Erneuerbaren leisten können und wollen. Denn dazu gibt es keine Alternative. Sondern es ist zu fragen, wie lange wir den Stromversorgern ihre überzogenen Preise und ihre Lügen noch durchgehen lassen wollen. Durch den Anbieterwechsel weg von den Konzernen und ihren Töchtern kann jeder Verbraucher die Rote Karte zeigen: Ohne jedes Risiko. Er wird nicht nur mit einem guten Gewissen sondern zusätzlich noch mit Kosteneinsparungen in Höhe von mehreren hundert Euro belohnt.

Kontakt: Dr. Aribert Peters Vorsitzender
Bund der Energieverbraucher e.V.
Frankfurter Str. 1
53572 Unkel

info@energieverbraucher.de
http://www.energieverbraucher.de

Der Bund der Energieverbraucher e.V. ist die einzige auf Energiefragen spezialisierte Interessenvertretung der privaten und kleingewerblichen Energieverbraucher in der Bundesrepublik. Der bundesweit tätige Verband hat über 13.000 Mitglieder und ist Mitglied in der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

CO²-Emmission

Eine PV-Anlage mit einer Leistung von ein Kilowatt peak erspart der Umwelt ca. 270 kg CO² pro Jahr – so viel, wie ein Auto auf einer Strecke von 3.300 Kilometern ausstößt; unsere Anlage mit 34,38 kWp verhindert also im Jahr den Ausstoß von 9.283 kg CO² im Jahr, soviel wie ein Auto auf einer Strecke von 113.450 km ausstößt! Damit leisten wir einen gewichtiger Beitrag zum Umweltschutz und gegen die Klimaerwärmung!